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In Göttingen nimmt ein außergewöhnliches Projekt immer mehr Gestalt an.

Artikel in "filmecho|filmwoche" 20/2019

Kinovorstellungen in einer Kirche gibt es immer mal wieder – eine solche Kombination ist aber mit Sicherheit eine Rarität. So lud der Verein Filmkunstfreunde Göttingen am 4. Mai zum Bergfest in die ehemalige Baptistenkirche an der Bürgerstraße ein. Bis zum Februar 2020 sollen die Modernisierungsarbeiten für das Gebäude abgeschlossen sein, das dann auch ein neues Programmkino beherbergt. Gleichzeitig wird damit der Bogen zu dem bisher schon bestehenden Lumiére-Kino in der Geismar Landstraße geschlagen.

Die ehemalige Baptistenkirche, an anderer Stelle neu erbaut, stand seit fast 40 Jahren leer und wurde nicht genutzt. Im vergangenen Jahr verkaufte die Stadt das Objekt dann an den Investor und Bauunternehmer Gerhard Rocznik. Das neue Konzept sieht Studentenwohnungen und eben auch ein Kino mit Bistro vor, wobei der Dachreiter des Hauses erhalten bleibt und restauriert wurde. Um die Inneneinrichtung des Hauses, was das Kino und die Technik betrifft, kümmern sich die Filmkunstfreunde Göttingen. Der Verein hat es sich schon seit Jahren zur Aufgabe gemacht, für mehr Kinovielfalt in der niedersächsischen Universitätsstadt zu sorgen. Neben dem Cinemaxx gibt es in Göttingen noch das Lumière in der Geismarlandstraße, ein kommunal gefördertes Kino mit einem Saal. Seit 1986 ist es fester Bestandteil der Göttinger Kulturlandschaft. Dabei bietet es mit den Schwerpunkten auf dem europäischen Film und einem beständigen Kinder- und Schulfilmangebot sowie diversen Festivals nicht nur eine Alternative zum kommerziellen Mainstreamkino. Es ist durch viele Kooperationen mit anderen Organisationen und Institutionen vor Ort auch ein wichtiger Netzwerkknoten und bietet als soziokultureller Treffpunkt ein Forum für (junge) Filmemacher. Die Filmkunstfreunde konnten die Betreiber des Lumière, die Film- und Kinoinitiative e.V., auch als Betreiber für das neue Haus gewinnen. Die neue Spielstätte bietet nun die Möglichkeit, zwei Kinos mit einer jeweils eigenen Ausrichtung in Göttingen zu etablieren. Denn „die Baptistenkirche“ wird nicht einfach ein zweites Lumière sein, sondern mit seinem Schwerpunkt auf einem anspruchsvollen Arthouse-Programm eher die Lücke füllen, die seit der Schließung von Cinema und Stern / Sternchen in der Göttinger Kinolandschaft vorhanden ist. Auch andere Formate wie Lesungen, Kleinkunst oder etwa eine kulinarische Filmreihe in Kooperation mit dem Bistro werden im neuen Kino einen Platz finden. Der Name für das Haus, so Marianne Mühlenberg (Vorstandsvorsitzende des Vereins) gegenüber Filmecho, steht noch nicht fest. Derzeit läuft es unter Kino in der Baptistenkirche. Es wird zusammen mit Balkon etwa 100 Plätze anbieten und entsteht im alten Kirchenraum mit seiner umlaufenden Empore.

 

Bergfest in der Baptistenkirche
am 4. Mai 2019 

Am 4. Mai waren alle interessierten und kinobegeisterten Göttinger BürgerInnen eingeladen, sich bei einem Tag der offenen Tür in der ehemaligen Baptistenkirche die Räumlichkeiten des künftigen Kinos vorab schon einmal anzusehen. Um 12 Uhr sollte es losgehen, die ersten Neugierigen kamen schon kurz nach elf. Der Andrang war riesig und hielt trotz fast frostiger Temperaturen bis zum späten Nachmittag an. „Mit einer derartigen Resonanz hätten wir nie und nimmer gerechnet“ – freute sich das Koordinationsteam der Göttinger Filmkunstfreunde über das große Interesse.


Den ehemaligen Kirchensaal hatte das Lumière für diesen Tag gestaltet. Auf einer improvisierten Leinwand liefen Stummfilmklassiker und auf langen Tischen wurden alte Filmplakate präsentiert. Ringsum hingen historischen Fotos und die neuen Umbaupläne aus, die das Projekt veranschaulichen sollten. Zum Probesitzen lud ein Kinosessel ein, stellvertretend für die 110 Plätze, die das Kino einmal haben wird, etwa ein Drittel davon auf der schönen Mittelempore. „Man kann jetzt schon erkennen, wie großartig es wird“ schwärmte eine Besucherin. 

Die tolle Verbindung zwischen alt und neu macht den besonderen Reiz der Räume aus. Darüber konnten die Besucher auch mit dem Investor und Bauunternehmer Gerhard Rocznik sprechen, der seit Februar 2018 Besitzer des Gebäudes ist. Der Kinosaal, so erzählte er, wird in enger Zusammenarbeit mit dem Lumière gestaltet, während das Farbkonzept für den Außenanstrich gerade gemeinsam mit den Göttinger Denkmalamt erarbeitet wird. 

Im künftigen Kassenbereich hatten die Göttinger Filmkunstfreunde ihren Stand aufgebaut. Sie informierten über die Arbeit der letzten neun Jahre, die oft mühselig war. Klar ist aber: ohne die breite Unterstützung, nicht zuletzt in der Göttinger Bevölkerung, wäre es nicht möglich, das Kinoprojekt erfolgreich zu Ende zu führen. Da bei der technischen Ausstattung immer noch eine Finanzierungslücke besteht, stand auch das dicke rote Spenden-Sparschwein wieder auf dem Tisch. Als Erlös dieses Tages konnten über 700 Euro auf das Sonderkonto „Baptistenkirche“ überwiesen werden, wofür wir allen, die dazu beigetragen haben, ganz herzlich danken.  



Das künftige Bistro, ein großer heller Raum im wallseitigen Anbau der Kirche, war ein weiterer Besuchermagnet des Tages. Die Weinhandlung Wolfgang Cichon sorgte mit Snacks und Getränken für das leibliche Wohl und der bekannte Göttinger Gitarrist Peter Funk gab hier am Nachmittag ein Benefiz-Konzert. Ein Teil der Stücke waren bekannte Kinosongs. Die Besucher sollten diese erkennen und notieren. Aus allen richtigen Antworten wurden dann vom Lumiere gespendete Kinokarten verlost.

Das kurzweilige Konzert war der Abschluss eines gelungenen Tages.  


 

In der ehemaligen Göttinger Baptistenkirche
wächst das Programmkino heran

HNA vom  o5.05.2019 (Foto © Per Schröter)

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„Wir freuen uns sehr auf das neue Kino!“

Ein Gespräch zwischen Lucie Hamdi und Gerlinde Haller (Filmkunstfreunde) und Anna Fuhry, Telke Reeck, Helge Schweckendiek und Willy Arnold (LUMIÈRE)
Göttinger Tageblatt, 29.04.2019 (Foto © R)

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Einladung zum Bergfest

des Umbaus der ehemaligen Baptistenkirche
Samstag, 4. Mai 2019, von 12 – 17 Uhr, Bürgerstraße 13

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In der Baptistenkirche entstehen Kino, Café und Wohnungen

Von Max Brasch
Göttinger Tageblatt, o9.11.2018 (Foto © Hinzmann)

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Kino in der Baptistenkirche:
2019 soll der erste Film laufen

Von Markus Scharf
Göttinger Tageblatt vom 08.09.2018 / Foto: Christina Hinzmann

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     www.goettinger-tageblatt.de

 



Alte Kirche in Göttingen wird Kino

Von Ulrich Schubert
Göttinger Tageblatt, 30.04.2018 (Foto © Niklas Richter)

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     www.goettinger-tageblatt.de

 



GÖTTINGEN BEKOMMT EIN NEUES KINO!

Von Bernd Schlegel
HNA vom 08.02.2018



GÖTTINGEN BEKOMMT EIN NEUES KINO!

Von Ulrich Schubert
Göttinger Tageblatt vom 08.02.2018

 



Programmkino in der ehemaligen
Baptistenkirche soll im Herbst 2019 öffnen

Von Thomas Kopietz, Thomas Schlenz
HNA, 08.11..2017 (Foto © Kopietz)

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     www.hna.de

 



Programmkino soll
Ende Oktober 2019 eröffnen

 



Politik ebnet Weg für den Verkauf
der ehemaligen Baptistenkirche

 



Einladung zur Mitgliederversammlung,
Montag, 6. November, 19:30 Uhr 

 



Frühere Baptistenkirche soll Kino werden
„Wir sind wirklich dicht dran“

Von Ulrich Scubert,
Göttinger Tageblatt, 05.04.2017

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Gespräche mit der Göttinger Stadtverwaltung


Es habe gerade erst wieder Gespräche mit der Göttinger Stadtverwaltung und Architekten gegeben, bestätigte Sonnenburg. Und es gebe wieder intensive Gespräche mit einem Investor und einem Betreiber für das Projekt. Der Investor will  das 115 Jahre alte und seit langem leer stehende Kirchengebäude an der Bürgerstraße unmittelbar neben dem früheren Gebäude der Voigt-Schule kaufen und dort ein Kino betreiben.


Die Stadt will das Objekt schon lange verkaufen. Es gab auch andere Anfragen und einen schon fast abgeschlossenen Vertrag mit einem Göttinger Investor, aber alle bisherigen Überlegungen verliefen im Sande. Seit 2014 unterstützt der Rat die Kino-Pläne ganz offiziell – per Ratsbeschluss. Seitdem waren die Filmkunstfreunde bereits zweimal weit gekommen, aber immer kam etwas dazwischen. Vor etwa einem Jahr starb ihr damaliger Geldgeber kurz vor Vertragsabschluss.

„Jetzt sieht es wirklich gut aus“


Sonnenburg ist zuversichtlich. Eine konkrete Zeitschiene könne er aber nicht legen. Die Filmkunstfreunde wollen das schlichte, große Kirchenhaus sanieren und umbauen. Geplant ist ein Kino, das die Lücke zwischen dem Lumière und dem Cinemaxx schließt.


Der Kinosaal soll auch für andere Veranstaltungen, etwa Lesungen oder Konzerte, genutzt werden können. Eine kleine Gastronomie sei denkbar, hatte Sonnenburg bereits früher erklärt. Zudem bliebe dem Investor Platz im hinteren Gebäudeteil für Wohnungen oder Büros. 30 Jahre Leerstand hätten allerdings Spuren hinterlassen, so der Vereinsvorsitzende. „Die Grundsubstanz ist in Ordnung“, aber es müsse einiges neu und anders gestaltet werden. Unter anderem müssten die Eingangstür und das Treppenhaus versetzt werden, so Sonnenburg: „Aber die Grundstruktur und der Saal sollen so bleiben.“ Bisher hatte er die nötigen Investitionen auf rund eine Million Euro beziffert. 

Die Baptistenkirche


Die Baptistenkirche wurde 1902 gebaut, Grundsteinlegung war am 5. September, im August 1906 wurde die Kapelle eröffnet. Das Gotteshaus bot Platz für 425 Gäste.


1984 zogen die Göttinger Baptisten in ihr neues Gemeindezentrum auf der gegenüberliegenden Straßenseite, im Tausch für das Grundstück ging die alte Kirche in den Besitz der Stadt über.


Einige Jahre war dann ein Jugendzentrum in dem heute maroden Haus untergebracht.


 



Kino-Tempel im ehemaligen Gotteshaus

Von Michael Brakemeier,
Göttinger Tageblatt, 01.09.2016

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Baptistenkirche in Göttingen 


Der Verein Filmkunstfreunde Göttingen verfolgt weiterhin das Ziel, mit einem Investor und einem Kinobetreiber die Baptistenkirche an der Bürgerstraße, als Kino zu herzurichten. Nach einer Zwangspause sollen die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und neuem Investor wieder aufgenommen werden.


"Es ist bei uns nicht viel passiert in letzter Zeit", räumt der Vereinsvorsitzende Matthias Sonnenburg ein. Die Pause war unfreiwillig. Der Investor, der die Kirche von der Stadt kaufen und zum Kino umbauen wollte, starb zu Beginn des Jahres. Zu einem Zeitpunkt als der Vertragsabschluss kurz bevorstand, sagt Sonnenburg. "Es hat lange gedauert, bis wir uns von den Schlag erholt hatten."

Neuer Investor in Sicht


Inzwischen habe sich nach Sonnenburgs Angaben ein neuer Investor gefunden, der bereit ist, das ehemalige Kirchengebäude zu kaufen, zu sanieren und unter anderem für eine Kinonutzung herzurichten. Ein Ortstermin am Mittwoch sei vielversprechend verlaufen, sagt Sonnenburg. Das nächste Treffen ist für Mitte September geplant. Auch die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, "dass ein neuer Investor gefunden werden kann und dann aufbauend auf die Grundzüge der bisherigen Projektplanung die Verhandlungen fortgeführt werden können", sagt Sprecherin Stefanie Ahlborn. Zwar habe es vereinzelte weitere Kaufanfragen gegeben. Diese seien aber nicht weiter verfolgt worden, "da ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2014 die Verhandlungsaufnahme und -fortführung über das Objekt mit den Filmkunstfreunden Göttingen vorsieht".

Allerdings sei ein baldiger Verkauf wünschenswert. Der lange Leerstand habe Folgen für die Substanz und den Zustand der Kirche. Zudem sollten, so sieht es das ntschuldungshilfeprogramm vor, durch einen Verkauf die Unterhaltungskosten eingespart werden.


Lücke zwischen Lumiére und Cinemaxx


Die Verwaltung ist geht davon aus, die Baptistenkirche verkaufen zu können: Das Gebäude sei interessant, die zentrale Lage und die Vornutzung "verkaufsfördernde" Gründe. Als Nutzungen seien Dienstleistungseinrichtungen, Gastronomie, Anlagen für Verwaltungen und Bildungseinrichtungen sowie Einrichtungen für kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke, sonstige Gewerbebetriebe und Wohnen denkbar, so Ahlborn.

Für den Kinobetrieb ist der Verein mit zwei Betreibern im Gespräch. Geplant ist ein Kino, das die Lücke zwischen dem Lumière und dem Cinemaxx schließt. Der Kinosaal soll auch für andere Veranstaltungen, etwa Lesungen oder Konzerte, genutzt werden können. Eine kleine Gastronomie sei denkbar, so Sonnenburg. Zudem bliebe dem Investor Platz im hinteren Gebäudeteil für Wohnungen oder Büros. Parkplätze könnten laut Verwaltung auf dem ehemaligen Lehrerparkplatzes der Voigtschule entstehen. Sonnenburg schätzt die nötigen Investitionen auf rund eine Million Euro.