https://mobirise.com/

AKTUELLES

 



Frühere Baptistenkirche soll Kino werden
„Wir sind wirklich dicht dran“

Von Ulrich Scubert,
Göttinger Tageblatt, 05.04.2017

>> zum Artikel auf:
     www.goettinger-tageblatt.de

Gespräche mit der Göttinger Stadtverwaltung


Es habe gerade erst wieder Gespräche mit der Göttinger Stadtverwaltung und Architekten gegeben, bestätigte Sonnenburg. Und es gebe wieder intensive Gespräche mit einem Investor und einem Betreiber für das Projekt. Der Investor will  das 115 Jahre alte und seit langem leer stehende Kirchengebäude an der Bürgerstraße unmittelbar neben dem früheren Gebäude der Voigt-Schule kaufen und dort ein Kino betreiben.


Die Stadt will das Objekt schon lange verkaufen. Es gab auch andere Anfragen und einen schon fast abgeschlossenen Vertrag mit einem Göttinger Investor, aber alle bisherigen Überlegungen verliefen im Sande. Seit 2014 unterstützt der Rat die Kino-Pläne ganz offiziell – per Ratsbeschluss. Seitdem waren die Filmkunstfreunde bereits zweimal weit gekommen, aber immer kam etwas dazwischen. Vor etwa einem Jahr starb ihr damaliger Geldgeber kurz vor Vertragsabschluss.

„Jetzt sieht es wirklich gut aus“


Sonnenburg ist zuversichtlich. Eine konkrete Zeitschiene könne er aber nicht legen. Die Filmkunstfreunde wollen das schlichte, große Kirchenhaus sanieren und umbauen. Geplant ist ein Kino, das die Lücke zwischen dem Lumière und dem Cinemaxx schließt.


Der Kinosaal soll auch für andere Veranstaltungen, etwa Lesungen oder Konzerte, genutzt werden können. Eine kleine Gastronomie sei denkbar, hatte Sonnenburg bereits früher erklärt. Zudem bliebe dem Investor Platz im hinteren Gebäudeteil für Wohnungen oder Büros. 30 Jahre Leerstand hätten allerdings Spuren hinterlassen, so der Vereinsvorsitzende. „Die Grundsubstanz ist in Ordnung“, aber es müsse einiges neu und anders gestaltet werden. Unter anderem müssten die Eingangstür und das Treppenhaus versetzt werden, so Sonnenburg: „Aber die Grundstruktur und der Saal sollen so bleiben.“ Bisher hatte er die nötigen Investitionen auf rund eine Million Euro beziffert. 

Die Baptistenkirche


Die Baptistenkirche wurde 1902 gebaut, Grundsteinlegung war am 5. September, im August 1906 wurde die Kapelle eröffnet. Das Gotteshaus bot Platz für 425 Gäste.


1984 zogen die Göttinger Baptisten in ihr neues Gemeindezentrum auf der gegenüberliegenden Straßenseite, im Tausch für das Grundstück ging die alte Kirche in den Besitz der Stadt über.


Einige Jahre war dann ein Jugendzentrum in dem heute maroden Haus untergebracht.


 



Kino-Tempel im ehemaligen Gotteshaus

Von Michael Brakemeier,
Göttinger Tageblatt, 01.09.2016

>> zum Artikel auf:
     www.goettinger-tageblatt.de

Baptistenkirche in Göttingen 


Der Verein Filmkunstfreunde Göttingen verfolgt weiterhin das Ziel, mit einem Investor und einem Kinobetreiber die Baptistenkirche an der Bürgerstraße, als Kino zu herzurichten. Nach einer Zwangspause sollen die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und neuem Investor wieder aufgenommen werden.


"Es ist bei uns nicht viel passiert in letzter Zeit", räumt der Vereinsvorsitzende Matthias Sonnenburg ein. Die Pause war unfreiwillig. Der Investor, der die Kirche von der Stadt kaufen und zum Kino umbauen wollte, starb zu Beginn des Jahres. Zu einem Zeitpunkt als der Vertragsabschluss kurz bevorstand, sagt Sonnenburg. "Es hat lange gedauert, bis wir uns von den Schlag erholt hatten."

Neuer Investor in Sicht


Inzwischen habe sich nach Sonnenburgs Angaben ein neuer Investor gefunden, der bereit ist, das ehemalige Kirchengebäude zu kaufen, zu sanieren und unter anderem für eine Kinonutzung herzurichten. Ein Ortstermin am Mittwoch sei vielversprechend verlaufen, sagt Sonnenburg. Das nächste Treffen ist für Mitte September geplant. Auch die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, "dass ein neuer Investor gefunden werden kann und dann aufbauend auf die Grundzüge der bisherigen Projektplanung die Verhandlungen fortgeführt werden können", sagt Sprecherin Stefanie Ahlborn. Zwar habe es vereinzelte weitere Kaufanfragen gegeben. Diese seien aber nicht weiter verfolgt worden, "da ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2014 die Verhandlungsaufnahme und -fortführung über das Objekt mit den Filmkunstfreunden Göttingen vorsieht".

Allerdings sei ein baldiger Verkauf wünschenswert. Der lange Leerstand habe Folgen für die Substanz und den Zustand der Kirche. Zudem sollten, so sieht es das ntschuldungshilfeprogramm vor, durch einen Verkauf die Unterhaltungskosten eingespart werden.


Lücke zwischen Lumiére und Cinemaxx


Die Verwaltung ist geht davon aus, die Baptistenkirche verkaufen zu können: Das Gebäude sei interessant, die zentrale Lage und die Vornutzung "verkaufsfördernde" Gründe. Als Nutzungen seien Dienstleistungseinrichtungen, Gastronomie, Anlagen für Verwaltungen und Bildungseinrichtungen sowie Einrichtungen für kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke, sonstige Gewerbebetriebe und Wohnen denkbar, so Ahlborn.

Für den Kinobetrieb ist der Verein mit zwei Betreibern im Gespräch. Geplant ist ein Kino, das die Lücke zwischen dem Lumière und dem Cinemaxx schließt. Der Kinosaal soll auch für andere Veranstaltungen, etwa Lesungen oder Konzerte, genutzt werden können. Eine kleine Gastronomie sei denkbar, so Sonnenburg. Zudem bliebe dem Investor Platz im hinteren Gebäudeteil für Wohnungen oder Büros. Parkplätze könnten laut Verwaltung auf dem ehemaligen Lehrerparkplatzes der Voigtschule entstehen. Sonnenburg schätzt die nötigen Investitionen auf rund eine Million Euro.